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Posted by Jac on March 8, 2009  •  Comments (64)  •  Full article



Leserfrage: Sind Auslandsbanken sicher? „Als Kunde der Bank ING DiBa bin ich über Ihre Einschätzung zur Einlagensicherheit sehr erfreut“, schreibt uns ein Leser. „Jetzt lese ich öfter über gute Zinssätze bei der Amsterdamer Trade Bank. Bei 5,50 % Zinsen ist es für mich schon eine Überlegung wert, ob ich mein Geld nicht auch dort sicher anlegen kann. Was meinen Sie dazu?“ Wir raten zur Vorsicht. Bei Auslandsbanken sollten Sie vorher grundsätzlich prüfen, ob sie dem deutschen Einlagensicherungssystem angehören oder nicht. Das hat einen einfachen Grund: Nur für Banken, die der deutschen Einlagensicherung angehören, gilt Angela Merkels Staatsgarantie. Das heißt: Selbst wenn sämtliche Sicherungssysteme bei einer Bankenpleite versagen, garantiert die Bundesrepublik Deutschland für die Sicherheit der Einlagen von Privatkunden. Das tut sie auch bei manchen Auslandsbanken – aber nicht bei allen. Die Garantie gilt nicht für Auslandsbanken, welche die Spareinlagen nach der Einlagensicherung ihres Heimatlandes absichern. Die Amsterdamer Trade Bank ist so ein Fall, bei dem die Merkel-Garantie nicht greift. Denn sie gehört der niederländischen Einlagensicherung an. Das heißt: Zwar sind Ihre Spareinlagen dort nach niederländischem Recht bis 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert. Sollte allerdings je das niederländische Sicherungssystem bei einer Bankenpleite versagen, haben Sie hier als Bankkunde nicht die letzte Gewissheit, dass der deutsche Staat Ihre Spareinlagen retten wird. Aus diesem Grund sollten Sie bei dieser Bank besser vorsichtig sein, auch wenn uns nichts Nachteiliges aus dem Umfeld dieser Bank - und generell über das niederländische Einlagensystem - bekannt ist. Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie jede deutsche und jede ausländische Privatbank in zwei Stufen, bevor Sie ihr Ihr Erspartes anvertrauen. Zunächst sollten Sie kontrollieren, ob die Bank dem deutschen gesetzlichen Einlagensicherungssystem angehört. Zuständig hierfür ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), die 90 Prozent der Spareinlagen bis zu maximal 20.000 Euro absichert. Alle Banken, die dort Mitglied sind - auch einige ausländische - fallen automatisch unter Angela Merkels Staatsgarantie. Auf der zweiten Stufe sollten Sie nachsehen, ob Ihre bevorzugte Bank freiwillig mehr absichert als sie unbedingt von Gesetzes wegen muss. Die freiwillige Absicherung in Deutschland umfasst 100 Prozent in praktisch unbegrenzter Höhe (bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank, das sind meist Millionenbeträge für jeden einzelnen Bankkunden). Dafür ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) zuständig. Auf dessen Internetseite finden Sie unter dem Stichwort "Einlagensicherung" eine Liste mit Banken, die das Ersparte ihrer Kunden voll absichern. Ist Ihre Bank dort nicht aufgeführt, lassen Sie besser die Finger davon. Denn in unsicheren Zeiten wie diesen sollten Sie Ihr Geld nur einem Kreditinstitut anvertrauen, bei dem es auch die größtmögliche Sicherheit genießt. Übrigens: Genossenschaftsbanken und Sparkassen werden Sie beim EdB und dem Einlagensicherungsfonds des BdB vergeblich suchen. Sie haben eigene Sicherungssysteme, die alle Spareinlagen in unbegrenzter Höhe absichern. Zudem gilt auch für sie ausnahmslos die Staatsgarantie der Bundesrepublik Deutschland.

Glossar heute: Entschädigungseinrichtung deutscher Banken Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB): EU-weit ist die Absicherung von Spar-, Sicht- und Termineinlagen zu 90 Prozent bis zu einer Höchstsumme von 20.000 Euro vorgeschrieben. Bei einer Bankenpleite muss gewährleistet sein, dass die Bankkunden ihr Erspartes zu 90 Prozent wieder zurückerhalten, wobei nach den gesetzlichen Vorschriften maximal 20.000 Euro erstattet werden müssen. Zuständig für diese gesetzliche Mindestsicherung ist in Deutschland die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) mit Sitz in Berlin. Wenn die Finanzaufsicht in Folge einer Bankeninsolvenz den Entschädigungsfall feststellt, dann leitet die EdB automatisch die Auszahlung der Guthaben an die Konteninhaber in die Wege.

Nachfrage jedoch nur leicht rückgängig Doch zurück zum Öl: Tatsächlich hat die Nachfrage nachgelassen. Das hat auch die Internationale Energie Agentur (IEA) in ihrer jüngsten Prognose gesagt. Aber von einem Einbruch kann nun wahrlich nicht die Rede sein: Für 2009 erwartet die IEA einen Rückgang der Nachfrage um 200.000 Fass am Tag auf 85,5 Mio. Barrel. An der langfristigen Prognose hält die IEA im erst kürzlich erschienenen World Energy Outlook 2008 jedoch fest: Bis zum Jahr 2030 kann die Ölnachfrage auf bis zu 106 Mio. Barrel pro Tag ansteigen. Auch wenn jetzt die OPEC die Förderquoten drosselt und so den Eindruck vermittelt, dass Öl im Überfluss vorhanden sei, kann ich nur sagen: Dieser Eindruck täuscht. Zum einen lässt die Marktmacht der OPEC nach. Die Organisation repräsentiert nur noch 44% des weltweit geförderten Öls. Zudem ist absehbar, dass die Zahl der Mitgliedsländer in den nächsten Jahren zurückgehen wird. Denn die OPEC ist ja die Organisation der Erdöl exportierenden Länder. Bei zurückgehenden Förderquoten z.B. in Mexiko ist es nur eine Frage der Zeit bis einige Länder nicht mehr in der Lage sein werden, Erdöl zu exportieren. Hier werden wir aber schon morgen schlauer sein, wenn die OPEC im algerischen Oran zu einem Treffen zusammenkommt. Laut verschiedener Prognosen ist mit einer deutlichen Verringerung der Produktion von bis zu 2 Mio. Barrel am Tag zu rechnen. Das sollte den Ölpreis kurzfristig wieder über die Marke von 50 Dollar heben. Benzin kostet in den USA nur 0,40 Euro pro Liter Übrigens: Ist Ihnen an der Tankstelle etwas aufgefallen? Der Preis für Benzin und Diesel ist seit September stark gefallen. Aktuell kostet der Liter Benzin so um 1,10 Euro. Das sind immerhin fast 32% weniger als beim Rekordhoch von 1,60 Euro. Im gleichen Zeitraum ist jedoch der Rohölpreis um über 70% gefallen. Der extrem hohe Steueranteil hält den Benzinpreis weiterhin hoch. In den USA sieht das anders aus: Hier hat sich der Benzinpreis seit dem Sommer halbiert, von 4 Dollar auf nur noch 2 Dollar pro Gallone. Übrigens sind das nach aktuellem Wechselkurs nur 0,40 Euro pro Liter. Bei diesem Preis müsste eigentlich auch bald wieder der Verkauf von großen SUVs wie dem Hummer anziehen. Aktuell bieten Händler in den USA diesen riesigen Geländewagen für rund 31.000 Dollar, umgerechnet 23.500 Euro an.

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Posted by Jac on March 8, 2009  •  Comments (64)  •  Full article

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